Forschung –
Neugier war oft der Anfang. Der Mut, neue Wege zu gehen, der nächste Schritt.
Wir haben unkonventionelle Forschungsansätze gefördert – oft solche, die keinen Zugang zu den üblichen Fördertöpfen hatten. Gleichzeitig haben wir eigene Studien initiiert, um Möglichkeiten zu prüfen und Antworten zu finden, wo andere keine Fragen gestellt haben.
Hier zeigen wir eine Auswahl von Projekten, die Wirkung entfaltet haben.
Viele weitere Ideen haben ihren Anfang bei uns genommen.
👉 Die folgenden Projekte geben einen Einblick in diese Arbeit.
Vierbeinige Menschenretter dringend gesucht Diagnoseschnüffelstudie zur Früherkennung von Lungenkrebs |
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Mit einem Aufruf zu einem Hundecasting begann eines der außergewöhnlichsten Forschungsprojekte der Stiftung. Ziel war es zu untersuchen, ob Hunde in der Lage sind, Lungenkrebs bereits im Frühstadium zu erkennen. Dafür wurden Hundeteams zusammengestellt, unterschiedliche Trägermaterialien getestet und gemeinsam mit medizinischen Einrichtungen und Trainern neue Wege erprobt. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für eine Doktorarbeit, wissenschaftliche Veröffentlichungen und zahlreiche weitere Entwicklungen.
Wissenschaftliche Einordnung: Die Studie wurde durch die ISUS Stiftung initiiert und in Zusammenarbeit mit medizinischen Einrichtungen und Wissenschaftlern durchgeführt, unter anderem mit:
- Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU
- Institut für Arbeitsmedizin der LMU
- Lungenklinik Gauting
Aus dem Projekt entstand eine wissenschaftliche Veröffentlichung: Biehl W. et al. (2019) VOC pattern recognition of lung cancer: a comparative evaluation of different dog- and eNose-based strategies using different sampling materials. Journal: Acta Oncologica Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Doktorarbeit an der LMU München ausgearbeitet.
👉 Ein ausführlicher Projektbericht ist in Vorbereitung. Bei Interesse stellen wir Ihnen gerne weitere Informationen zur Verfügung: info@isus-stiftung.de
Einblicke in die Forschungsarbeit |
Kann Mode heilen? Wie sexy kann rehabilitative Bekleidung sein?
Medizinische Hilfsmittel begleiten viele Menschen über lange Zeit – oft sichtbar und nicht selten stigmatisierend. Doch was wäre, wenn solche Produkte nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch und selbstbewusst tragbar wären?
Mit dieser Fragestellung förderte die ISUS Stiftung ein Kooperationsprojekt der Universität der Künste Berlin im Bereich experimentelles Bekleidungs- und Textildesign.
Unter dem Titel „tender – loving – care“ entwickelten Studierende neue Ansätze, die Medizin, Mode und gesellschaftliche Teilhabe miteinander verbinden.
Die Ergebnisse wurden 2013 auf der Berliner Fashion Week präsentiert. Eine der entwickelten Ideen wurde von einem Hersteller medizinischer Hilfsmittel aufgegriffen und bis zur Marktreife weiterentwickelt.
Die ISUS Stiftung unterstützte dieses Projekt finanziell und eröffnete damit neue Wege zwischen Medizin, Mode und Design.
Einblicke in das Projekt
Borkenkäferantagonisten an Laubbäumen - Natürlicher Waldschutz statt Chemie Wie lassen sich Wälder schützen, ohne nützliche Insekten zu gefährden? |
Wie lassen sich Wälder schützen, ohne nützliche Insekten zu gefährden? In diesem Forschungsprojekt an der **Technischen Universität Dresden (Institut für Waldbau und Forstschutz)** wurde untersucht, wie natürliche Gegenspieler von Borkenkäfern gezielt genutzt werden können, um Wälder nachhaltig zu schützen. Ziel war es, neue Strategien zu entwickeln, die ohne chemische Insektizide auskommen und sich an natürlichen Prozessen orientieren. Das Projekt wurde unter der Leitung von **Prof. Dr. Michael Müller** durchgeführt. Beteiligt waren unter anderem die **Universität Göttingen** sowie das **Institut für Pflanzen- und Holzchemie der TU Dresden**. Die **ISUS Stiftung unterstützte das Vorhaben durch die Übernahme von Sachkosten**, während weitere Fördermittel durch den **Europäischen Sozialfonds** bereitgestellt wurden. Im Rahmen der Untersuchungen konnten chemische Signalstoffe identifiziert werden, mit denen natürliche Feinde von Borkenkäfern gezielt angelockt werden können. Die Ergebnisse liefern wichtige Grundlagen für einen naturnahen Waldschutz und ein zukunftsfähiges Risikomanagement – besonders im Hinblick auf Klimawandel und zunehmende Schädlingsbelastungen. 👉 Weitere Informationen zu diesem Projekt stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung: [info@isus-stiftung.de](mailto:info@isus-stiftung.de)
Einblicke in das Projekt
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Dissertation & wissenschaftliche Ergebnisse: Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse wurden im Rahmen einer Dissertation an der Technischen Universität Dresden weitergeführt und wissenschaftlich ausgewertet. Dissertation: Michael Wehnert (2014) Analyse und olfaktorische Steuerung bast- und holzbesiedelnder sowie diese natürlich regulierender zoophager Insekten an Laubbäumen als Grundlage für ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Risikomanagement Technische Universität Dresden Fakultät Umweltwissenschaften Abschluss: Dr. rer. silv. Die Dissertation entstand im Rahmen einer Promotionsförderung des Europäischen Sozialfonds und wurde durch Sachmittel der ISUS Stiftung unterstützt. 👉 Dissertation als PDF ansehen
🌿 Mistel als Hoffnungsträger in der Hirntumorforschung Kann ein pflanzlicher Wirkstoff helfen, das Wachstum aggressiver Hirntumore zu bremsen?
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Gemeinsam mit Forschenden am Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung der Universität Tübingen und dem Neurologischen Institut der Goethe-Universität Frankfurt unterstützte die ISUS Stiftung eine präklinische Studie zur Wirkung von Mistelpräparaten bei Glioblastomen.
Zentrale Ergebnisse der Studie: - Die Untersuchungen zeigten:
- Mistelpräparate konnten das Wachstum von Tumorzellen hemmenDie Bildung neuer Blutgefäße im Tumor wurde reduziertIn Tiermodellen zeigte sich ein Trend zu verlängertem Überleben
- Tumorzellen wurden dosisabhängig zerstört
- Immunreaktionen gegen Tumorzellen wurden verstärkt
- Besonders wirksam war die Kombination mit Bestrahlung und Chemotherapie
Diese Ergebnisse liefern wichtige Grundlagen für weiterführende klinische Studien. . 👉 Dieses Projekt steht beispielhaft für den Mut, auch ungewöhnliche therapeutische Ansätze wissenschaftlich zu prüfen. 👉 Weiterführende Informationen: Abschlußbericht |