Arche Holzkirchen- ein Geschenk an die Natur
Auf 3,6 Hektar darf Natur wieder Raum bekommen. Die Arche Holzkirchen ist Rückzugsort für Tiere und Pflanzen, Experimentierfläche und ein Ort, an dem wir beobachten, wie sich biologische Vielfalt entwickelt, wenn wir der Natur möglichst viel überlassen – und nur dort eingreifen, wo es notwendig ist.
Links zeigt das Luftbild die 3,6 ha große Fläche, rechts die 2018 erfolgte Vegetationskartierung. Für 2027/2028 ist eine erneute Kartierung geplant. So können wir vergleichen, was sich in diesen Jahren verändert hat: Welche Vegetationsbereiche haben sich entwickelt? Welche Arten sind hinzugekommen oder zurückgegangen? Und wo hat die Natur eigene Wege gefunden?
Wiesen, Waldrand, Wildgehölze, Streuobstbäume, Totholz, Benjeshecken und ein Teich schaffen ganz unterschiedliche Lebensräume. Dabei geht es uns nicht darum, die Fläche möglichst intensiv zu „gestalten“. Im Gegenteil: Wir möchten natürliche Entwicklungen zulassen und mit wenigen, gezielten Maßnahmen möglichst viel für die Artenvielfalt erreichen.
Wie die Arche gewachsen ist:
Teich, Obstbäume, Wildgehölze und unterschiedliche Wiesenbereiche dank eines gezielten und geförderten Mähkonzepts: Stück für Stück sind neue Lebensräume entstanden.
Wir beobachten, was sich bewährt, wo die Natur selbst übernimmt – und wo wir gezielt nachbessern.
Wer die Arche für sich entdeckt hat:
Erdkröten, Taubenschwänzchen, Wespenspinnen und zahlreiche Käferarten – über die Jahre haben wir viele Tiere auf der Arche beobachtet und dokumentiert. Ihre Entwicklung hilft uns zu verstehen, wie die unterschiedlichen Lebensräume angenommen werden.
Unsere Sorgenkinder – beobachten, verstehen, handeln
Beim Drüsigen Springkraut gehen wir unterschiedliche Wege: An einigen Stellen nehmen wir es zurück, an anderen beobachten wir, ob die Brennnessel als natürliche Konkurrentin seine Ausbreitung begrenzt.
Unkraut war gestern – heute machen wir Seife daraus. Die Blätter des entfernten Springkrauts verarbeiten wir in unseren Workshops zu Seife.
Unser Prinzip: beobachten, dokumnentieren und gezielt handeln – und der Natur Raum für eigene Lösungen lassen...
Aktuell im November: Aus einem notwendigen Eingriff entsteht neuer Lebensraum
Entlang der Grenze zum landwirtschaftlich genutzten Nachbargrundstück hat sich ein ökologisch wertvoller Gehölzsaum entwickelt. Damit die angrenzende Fläche weiterhin bewirtschaftet werden kann, müssen überhängende Gehölze nun zurückgeschnitten werden.
Das Schnittgut bleibt auf der Arche: Der alte Drahtzaun wird entfernt und an seiner Stelle entsteht eine Benjeshecke aus Ästen und Zweigen, ergänzt durch heimische Wildobstgehölze. So wird aus einem notwendigen Eingriff neuer Lebensraum für Vögel, Insekten und Kleinsäuger.
Lust mitzumachen? Beim Aufbau der Benjeshecke freuen wir uns über tatkräftige Unterstützung.
Ausblick – was als Nächstes wächst
Die Vielfaltsarche entwickelt sich weiter. Geplant sind eine Wildgehölzhecke, ein zweiter Teich und eine Trockenmauer als neue Lebensräume.
Auch den bestehenden Teich wollen wir verbessern: Kokosnetze und eine naturnähere Ufergestaltung sollen seine steilen Randbereiche strukturieren.
Unser Grundgedanke bleibt: gezielt nachhelfen, wo mehr Vielfalt entstehen kann – und beobachten, was die Natur daraus macht.















